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Die Entwicklung der Vidokunst

April 5, 2008

 

  •  Die 60er

Um 1960 wurde die Kunst neu erfunden. Künstler verwendeten neue Medien, wie den Fernseher, um ihre Kunst zu übermitteln. Künstler setzten sich mit der Aufzeichnung von Filmen auseinander. Später verwendeten sie zusätzlich auch den Computer. Im Vordergrund stand die Kunst als Kritik an dem Massenmedium, den Fernseher. Andere Inhalte waren zum Beispiel: persönliche oder kritisch politische Themen.

Die 1. Videokunstausstellung „Exposition of Music – Electronic Television“, fand 1963 statt. Der Pionier der Videokunst June Paik stellte Werke aus, die vorwiegend aus Installationen von Fernsehgeräten, also so genannte „Videoskulpturen“ bestanden.

Die Künstler, die sich mit dieser Art von Kunst auseinandersetzten, beschäftigten sich hauptsächlich mit dem Unbekannten, sie versuchten immer etwas Neues zu kreieren und waren sehr experimentierfreudig.

Sie experimentierten mit dem Monitor und mit der Kamera bezüglich Standort, Licht und Bewegung.

Die Ergebnisse dieser „Experimente“ wurden anfangs nur in Filmotheken gezeigt und erst später in Kunstmuseen aufgenommen.

Die Videokunst wurde mehr und mehr ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst und ist heutzutage nicht mehr wegzudenken.

In der Videokunst wird der Fernseh- bzw. Computerbildschirm als „neue“ Leinwand verwendet.

Die Künstler fingen an, ihre Filme nicht mehr über den Monitor laufen zu lassen, sondern machten Großproduktionen, indem sie den Film auf eine Wand projizierten. In den 60er Jahren waren Museen unter den jungen Künstlern verpönt, da sie als zu konservativ galten.

 

  • Die 70er

Die eigentliche Videokunst begann um 1970, als es tragbare und leistbare Videoausrüstung gab.

Ab Mitte der siebziger Jahre konzentrierten sich die Künstler mehr auf Videomontagen. Sie verwendeten dazu verschiedene Techniken der Filmmontage. Es wurden Farbverzerrungen, Blue-Box Effekte und Tonmontagen mehr und mehr verwendet.

 

  • Die 80er

Um 1980 verbanden Künstler Videoinstallationen mit anderen Materialien und entwickelten so Gesamtkunstwerke, die sich über ganze Räume erstreckten. Später kreierten Künstler auch plastisch-elektronische Erlebnis-Installationen. In dieser Zeit wurden die Computertechniken in die Arbeit der Videokünstler voll und ganz integriert.

Die „erschaffenen“ Bilder wurden dadurch immer künstlicher und unrealistischer. Die Künstlergeneration der 80er Jahre bezieht die TV-Medien in ihre Arbeiten als selbstverständliche Medien mit ein.

Die Technik und Medien werden mehr und mehr digitalisiert.